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Schutzmasken - welche gibt es, wo kann ich sie kaufen?

Tecindustry Schutzmasken - welche gibt es, wo kann ich sie kaufen?

In Tram, Bus und Zug wird es nun allmählich wieder enger werden. Zwei Meter Abstand werden nicht immer möglich sein. Die Empfehlung für solche Situationen lautet daher: Bitte eine Maske tragen. Was gilt es für Masken zu beachten. Wir bieten eine Übersicht.

In der Schweiz gibt es keine allgemeine Pflicht, im öffentlichen Verkehr eine Maske zu tragen. Die SBB und auch der Bund empfehlen aber, eine Maske zu tragen, wenn man anderen Menschen nahe kommt.

Wichtig dabei: Das Tragen einer Maske darf nicht den Eindruck erwecken, dass man dadurch sicher ist. Mit Masken schützt man in erster Linie andere Menschen vor einer Ansteckung. In den ersten zwei Tagen merken angesteckte Personen oft noch nicht, dass sie das Virus in sich tragen. Man kann also das Virus weiter verbreiten, auch wenn man sich gesund fühlt. Daher gilt auch weiterhin als erste Regel: Abstand halten, die Hände oft waschen, in die Armbeuge husten. 

Wie steht es mit dem eigenen Schutz?
Die allermeisten Schutzmasken schützen einen selbst in erster Linie auf indirekte Weise. Man greift sich weniger ins Gesicht und infiziert sich dadurch weniger schnell über die Hände. Viren können zwischen den Fasern einer Maske eindringen, denn Viren sind 1000-mal dünner als ein Haar. Weitere Wege, über welche sich Viren einschleichen können, sind die seitlichen Öffnungen der Masken oder Tröpfchen, die ins Auge gelangen.

Eine Maske zu tragen, ist also auch eine soziale Geste. Tragen viele Menschen eine, wenn es wie zum Beispiel im Zug eng ist, so hat dies durchaus einen Effekt. Masken können daher einen Beitrag leisten, dass keine zweite Pandemiewelle auf uns zukommt.

Die Maske richtig tragen

    • Die Maske muss stets die ganze Nase bedecken.
    • Auch das Kinn sollte immer ganz bedeckt sein.
    • Die Maske darf nicht locker über den Ohren hängen. Sie muss angezogen werden.

    Welche Masken gibt es und wo kann ich diese kaufen? Die Übersicht

    Hygienemasken

    Hygienemaske schützen in erster Linie das Umfeld einer mit dem Virus angesteckten Person. Die Masken halten grössere Tröpfchen gut zurück. Als Eigenschutz sind die Masken nicht geeignet, denn Viren können durch das Gewebe gelangen. Hygienemasken werden im Gesundheitswesen, in Kosmetikstudios oder aktuell aufgrund der Corona-Pandemie im Coiffeurgeschäft getragen. 

    Verwendung: Die Masken können einmalig getragen werden und können nicht gewaschen werden. 

    Kauf: Die Masken sind im Detailhandel (z.B. Coop, Migros, Volg, Manor, Lidl, Spar usw.) erhätlich. Da Hygienemasken weltweit immer noch knapp sind, kann in der Regel nur eine Packung pro Person bestellt werden. 


    Schweizer Industrie hilft

    Damit auch in der Schweiz genügend Hygienemasken hergestellt werden können, hat sich die Schweizer Industrie via den Branchenverband Swissmem engagiert. Nach einer Ausschreibung konnten der Bund und der Kanton Zürich über die Firma Autefa zwei Produktionslinien für je rund CHF 800'000.- kaufen.

    Nach der Installation bei der Firma Flawa können in der Schweiz täglich 80'000 bis 100'000 Hygienemasken produziert werden. 


    Textile Masken / Community Masken

    Bei den textilen Masken gibt es sehr unterschiedliche Typen. Diese reichen von den selbstgebastelten Stoffmasken bis hin zu hochqualitativen Textilmasken. Dieser Maskentyp schützt in erster Linie wie die Hygienemasken andere Personen vor einer Ansteckung. 

    Qualitativ hochstehende Masken, wie sie von einzelnen Unternehmen der Schweizer Textilmaschinenindustrie produziert werden, können Wassertröpfchen effizient aufhalten und erreichen die Standards, die beispielsweise Frankreich für Schutzmasken vorgibt. In der Schweiz hat auch die Empa Empfehlungen für Community-Masken herausgegeben. 

    Verwendung: Im Gegensatz zu Hygienmasken können Textilmasken mehrmals gewaschen und wiederverwendet werden. Bezüglich Design ist eine grosse Vielfalt möglich. 

    Kauf: Qualitativ hochstehende Masken können beispielsweise bei den folgenden Unternehmen im Online-Shop bezogen werden.


    Die Jakob Müller AG ist ein international tätiger Textilmaschinenhersteller. Über die neu gegründete Firma TexMask GmbH produziert das Unternehmen neu auch kreativ gestaltete, hochqualitative Masken. 
    www.mytexmask.ch

    Die Firma Steiger SA in Vionnaz ist ein innovativer Textilmaschinenhersteller, der normalerweise hochwertige Stoffe für die Modeindustrie sowie medizinische Bereich herstellt. Dank technologischer Innovation hat es das Unternehmen geschafft, Schutzmasken zu produzieren, bei denen kein Abfall entsteht und die ganze Maske in einem Produktionsschritt erstellt werden kann. Trägerinnen und Trägern bieten die Masken einen wirksamen Schutz gemäss den Standards der französischen Regierung. 
    steiger-textil.ch


    Schutzmasken (FFP)

    Es gibt unterschiedliche Typen von FFP-Masken, die in verschiedenen Arbeitsbereichen zum Einsatz kommen. FFP ist die englische Abkürzung für «filtering face piece».

    Die Schutzklassen unterteilen sich in die Kategorien FFP1, FFP2 und FFP3.  Damit man vor dem Eindringen des Corona-Virus geschützt ist, braucht es mindestens Masken des Typs FFP2. 
    FFP2-Masken können 94 Prozent der Partikel bis zu einer Grösse von 0,6 Mikrometern abhalten, FFP3-Masken bieten gar einen 99-prozentigen Schutz.

    Neben der Schutzklasse kann man die Masken in solche mit und ohne Ventil unterscheiden. FFP-Masken mit Ausatemventil filtern nur die Luft, die man einatmet, nicht aber diejenige, die man ausatmet. Daher bieten sie für Personen im Umfeld kaum Schutz. Tröpfchen, die der Träger aushustet, werden aber zurückgehalten. Masken ohne Ventil filtern sowohl die Einatmungs- als auch die Ausatmungsluft. Sie schützen daher den Maskenträger und das Umfeld. 

    Verwendung: FFP-Masken sind primär als Arbeitsschutz  gedacht. So zum Beispiel für Gesundheitspersonal, das direkten Kontakt zu Corona-Patienten hat. Darüber hinaus kommen die Masken aber auch in Arbeitsumgebungen zum Einsatz, in denen schädliche Gase und Dämpfe vorkommen. So zum Beispiel in Labors oder in einer Spritzwerkstatt.

    Kauf: Verschiedene Handels-Unternehmen bieten Arbeitsschutzmasken an. Nachfolgend eine Auflistung.


    Die Maagtechnic bietet Arbeitsschutzmasken für unterschiedliche Anwendungsbereiche an.
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    SFS ist ein weltweit führendes Unternehmen für mechanische Befestigungssysteme, Präzisionsteile, Baugruppen und Logistiksysteme mit Sitz in der Schweiz. Die Firma vertreibt auch Schutzmasken für unterschiedliche Bereiche.
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    NEXT SA vertreibt als Medizinprodukt zertifizierte und wiederverwendbare Schutzmasken. Diese bieten einen  hohen Schutz für den Träger.
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    Die Motorex stellt Hände- und Flächendesinfektionsmittel her. Schutzmasken sind als Teil des Kombipakets "MOTOREX SCHUTZ- UND HYGIENEBOX" erhätlich. 
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    Das Unternehmen EMS-Chemie bietet Masken in grösseren Mengen für Schweizer KMU an (Set à 50 Masken). 
    Kontakt: maskennoSpam@emschemie.ch.


    Schal / Halstuch

    In Teilen der USA war die Bevölkerung verpflichtet, beim Einkaufen zumindest einen Schal vor dem Mund zu tragen. Auch bei uns sieht man dies teilweise. Nützt es? Ein gewisser Schutz für andere Personen ist gegeben. Wenn es alle tun, so ist man auch selber etwas geschützt. Oder anders gesagt. Zur Bekämpfung der Pandemie helfen auch Massnahmen mit geringem Effekt.

    Wenn man den Schal und die Hände nicht wäscht, so bietet der Schal den Viren eher einen Weg zur Verbreitung, er wirkt also kontraproduktiv. Daher: Keine Empfehlung.


    Schutzmasken - Übersichtsgrafik

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    Letzte Aktualisierung: 07.05.2020