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CO2-neutrale Produktion im Herzen der Schweiz

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Das Innerschweizer Industrieunternehmen Dätwyler ist ein weltweit führender Hersteller von Polymerkomponenten. Diese werden in Produkten der Medizintechnik, im Automobilbau sowie bei Behältnissen im Nahrungs- und Getränkebereich verwendet. Bezüglich klimafreundlicher Produktion ist Dätwyler ein Vorbild für die ganze Industrie.

Weltweit finden sich in jedem zweiten Auto Dichtungskomponenten des Schweizer Industriezulieferers Dätwyler. Diese sind wichtig, damit gewisse Systeme, wie z.B. die Bremsen, reibungslos funktionieren. Aber nicht nur als Automobilzulieferer setzt das Unternehmen Massstäbe. Bei der klimafreundlichen Produktion ist Dätwyler ein Vorbild für die gesamte Industrie.

Bereits seit 2012 produziert das international tätige Unternehmen in Schattdorf (UR) CO2-neutral. Der gesamte Strombedarf des Produktionsbetriebes stammt aus zertifizierter Wasserkraft. Die Heizenergie sowie die für die Produktion benötigte Prozessenergie bezieht das Werk von einem nahegelegenen Holzheizwerk. Der Effekt lässt sich sehen. Dätwyler spart allein in Schattdorf jährlich 500’000 Liter Heizöl und 3’600 Tonnen CO2 ein.

«Das Nachhaltigkeitsbewusstsein ist seit jeher tief im Unternehmen verankert und wird an allen Standorten gelebt», erklärt Reto Burkart, Werkleiter in Schattdorf. Mit dem frühzeitigen Wechsel auf CO2-neutrale Energiequellen hat sich der Industriezulieferer auch einen Wettbewerbsvorteil verschafft, denn die Forderungen nach ressourcenschonender Produktion nehmen seitens der Kunden laufend zu. Dätwyler positioniert sich mit seiner Vorbildfunktion auch als attraktiver Arbeitgeber für junge Fachkräfte. «Gerade jüngere Arbeitnehmende schätzen unsere nachhaltige Produktionsweise sehr», sagt Reto Burkart, der seit 26 Jahren für Dätwyler tätig ist.

Klimaneutral bis 2030

Weltweit beschäftigt Dätwyler mehr als 6’500 Mitarbeitende in über 20 operativen Gesellschaften. An allen Standorten ist die Reduktion von CO2-Emissionen und eine ressourcenoptimierte Produktion ein zentrales Thema. «Wir wollen im Jahr 2030 weltweit klimaneutral produzieren», beschreibt Guido Unternährer, Head Corporate Communications, die Zielsetzung. Dass es Dätwyler damit ernst ist, beweisen die jüngsten Fortschritte. Seit Mitte 2020 kaufen die Werke Alken (B) und Vandalia (USA) nur noch erneuerbaren Strom ein. Und seit Jahresbeginn 2021 haben weitere vier Werke in Pregnana (I), Montegaldella (I), Viadanica (I) und Karlsbad-Ittersbach (D) auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen umgestellt.

Zusammen verbrauchen diese sechs Werke pro Jahr rund 47’000 Megawattstunden Elektrizität, was dem Stromverbrauch von rund 9’000 Einfamilienhäusern entspricht. Die Reduktion der CO₂-Emissionen wird 2021 rund 12’200 Tonnen erreichen. Dies entspricht dem CO₂-Ausstoss von rund 1'500 Autos, die je einmal um den Äquator fahren. Insgesamt bezieht Dätwyler bereits rund 40 Prozent des gesamten Strombedarfs an allen Standorten aus erneuerbaren Energiequellen.

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Letzte Aktualisierung: 28.11.2020