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Optimierte Herstellung

Weniger Material und Schadstoffe verbessern die Umweltbilanz von Plastik.

Plastik wird nie ganz aus unserer Welt verschwinden – zu gut und konkurrenzlos sind die Eigenschaften dieses Materials. In der Schweiz sind es nur ganz wenige Firmen, wie zum Beispiel die EMS-Chemie, die Kunststoffe herstellen. Die meisten Firmen sind in der Kunststoffverarbeitung tätig. Dort gibt es einige Bestrebungen, um nachhaltiger zu werden. Zum Beispiel werden Produktionsabfälle wieder in den Produktionsprozess eingearbeitet, und Maschinen werden vermehrt weiterentwickelt, damit sie auch Recyclinggranulat oder Kunststoff-Flakes verarbeiten können. Kunststoff-Flakes sind geschredderte Altprodukte wie zum Beispiel ausgediente PET-Flaschen. Damit sie wieder verarbeitet werden können, mussten sie bisher zunächst in Granulat verwandelt werden. Der dazu notwendige Prozessschritt, das sogenannte Granulieren, ist sehr energieintensiv. Kann dieser Schritt eingespart werden, führt das zu einer deutlichen Verbesserung der CO2-Bilanz des Produkts.

Die Firma NETSTAL stellt Spritzgiessmaschinen zur Kunststoffverarbeitung her. Vor zwei Jahren brachte das Unternehmen eine neue PET-Maschine auf den Markt, die sowohl Recyclingmaterial als auch Kunststoff-Flakes verarbeiten kann. Durch eine wesentlich schonendere PET-Verarbeitung werden weniger Additive im Herstellungsverfahren benötigt. Das Material ist dadurch reiner, was sich auch positiv auf das Recycling auswirkt. Eine hohe Stoffreinheit ist für das Recycling von Kunststoffen zentral. Hierzu leistet auch Bühler mit seinen optischen Sortiermaschinen einen wichtigen Beitrag. Diese nutzen Technologien wie zum Beispiel Kameras, Infrarotlicht und Software für maschinelles Lernen. Sie erkennen Fremdstoffe aufgrund der Farbe und der Form und scheiden diese rechtzeitig aus.

Für die Herstellung von Verpackungen für Lebensmittel wie Frischkäse, Margarine und Joghurt setzen immer mehr Hersteller auf das Verfahren Injection Compression Moulding (ICM). Mit diesem besonderen Spritzgiess-Prozess  wird bei Verpackungsteilen eine wesentlich dünnere Wandstärke erreicht, wodurch bis zu 25% Kunststoff eingespart werden kann. NETSTAL hat in Kenia eine Anlage platziert, die Becher mit einem Wandstärken/Fliessweg-Verhältnis von 1:500 produziert. Gegenüber dem Schäumen hat dieses Verfahren wesentlich mehr Potential für Materialeinsparungen, was wiederum gut ist für die Umwelt.

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